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Förderkreis Heimatkunde zu Gast

Förderverein Heimatkunde zu Gast

Fast dreißig Mitglieder und Gäste des Förderkreises Heimatkunde haben sich unlängst auf den Weg nach Siggenweiler begeben, um das dortige Bergpracht Milchwerk zu besichtigen. Der Inhaber und Geschäftsführer Karl-Georg Geßler ließ es sich nicht nehmen, persönlich über die Geschichte des mittelständischen Unternehmens, seine Produkte, Zulieferer und Abnehmer zu informieren.

Sein Großvater Remigius Halder hatte 1930 den Betrieb gegründet und in den ersten Jahren schon 1.000 Kilogramm Milch täglich verarbeitet. Heute liefern 7.000 Kühe von 160 Landwirten aus der Region 50 Millionen Kilogramm Milch jährlich, die zu 3.500 Tonnen Käse und 120 Tonnen Butter verarbeitet werden. Alle zehn Jahre halbiert sich die Zahl der Milchbauern. An der Menge ändert sich dadurch quasi nichts, weil die Viehbestände je Erzeuger größer werden. Der Milchmarkt ist heute weltweit liberalisiert, erklärte Geßler. So hat er beispielsweise kein Problem, Übermengen nach Italien zu exportieren. Nachdem man bereits vor 35 Jahren in die Verarbeitung von Biomilch eingestiegen ist, beträgt der Anteil heute etwa 15 %.

Die 85 Mitarbeiter des Milchwerks produzieren zum Teil im Schichtbetrieb in erster Linie Weichkäse in verschiedenen Sorten und Feta-Produkte. Während der Weichkäse seinen Weg in den Einzelhandel, in Delikatessgeschäfte und zu Großkunden findet, gehen die Feta- und Mozzarella-Produkte nach kundenspezifischen Vorgaben unterschiedlich portioniert an die weiterverarbeitende Nahrungsmittelindustrie.

Die Milch wird im Stammwerk angeliefert, dort pasteurisiert, zentrifugiert, zu Käse verarbeitet und zur Reife gebracht. Da der Herstellprozess höchsten Reinheitsvorschriften unterliegt, konnten die Besucher lediglich von der Galerie aus von außen einen Blick auf die Produktion werfen. Im Anschluss ging es ins 400 Meter entfernte Werk 2, in dem sich die Verpackungsanlagen, Lager- und Kühlräume befinden. Auch hier ist der Hygiene-Standard hoch und die Besucher mussten sich mit Schutzmänteln und -mützen ausrüsten. Nach der Besichtigung der Räume und einem kurzen Besuch im Tiefkühlraum, der mit minus 18 Grad an dem heißen Sommertag einen krassen Gegensatz zur 34 Grad warmen Außentemperatur bot, präsentierte Geßler seinen Gästen eine kleine Käseprobe. Dabei wurden weitere Fragen beantwortet und noch intensiv über Produkte, Märkte und Nahrungsmittelpolitik diskutiert.

Text und Foto: Gisbert Hoffmann

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23.08.2019  |  20:13